Zeffix® 100 mg Filmtabletten

Wirkstoff Lamivudin - Hepatitis-B
Hersteller GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Lamivudin wird zur Bekämpfung einer chronischen Hepatitis B eingesetzt.Eine Hepatitis B-Infektion wird durch den Hepatitis B-Virus, kurz HBV, ausgelöst, der die Zellen der menschlichen Leber befällt. Oft verursacht die Virusinfektion eine Entzündung der Leber, die in den allermeisten Fällen ohne weitere Folgen wieder ausheilt. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten geht die Leberentzündung in eine chronische Entzündung über, bei der die Leber mit der Zeit dauerhaft geschädigt wird. Das Virus kann sich alleine nicht vermehren - es braucht dazu die Hilfe der menschlichen Zellen. Im Zellkern der Leberzellen wird bei der Zellteilung die menschliche Erbinformation verdoppelt, um damit neue Zellen ausstatten zu können. Der HB-Virus schleust seine eigenen Baupläne wie ein Kuckucksei in den Zellkern ein, und lässt seine eigene Virus-Erbinformation einfach vom Zellkern der Leberzelle vervielfachen. Aus dieser neuen Erbinformation entstehen wieder viele Viren, die in das Blut übergehen und andere Zellen befallen.Neben seiner Erbinformation schleust der HB-Virus einen bestimmten Eiweißstoff in den Zellkern mit ein, die DNA-Polymerase, die bei der Herstellung der Erbinformation hilft. Durch die Blockierung dieser DNA-Polymerase ist es möglich, die Vermehrung der Viren zu verhindern, ohne den Zellkern der menschlichen Zelle zu schädigen.Lamivudin ähnelt den Bausteinen der Erbinformation, der DNA: Die DNA-Polymerase des HB-Virus kann Lamivudin nicht von den richtigen Bausteinen unterscheiden und versucht, es in die Erbinformation einzubauen. Lamivudin aber blockiert die DNA-Polymerase - die Produktion kommt zum Stillstand, und der Virus kann sich nicht mehr vermehren. Mit Lamivudin gelingt es, die Anzahl der Viren zu verringern und Schäden der Leberzellen durch die Infektion aufzuhalten. Nach Beendigung der Behandlung steigt die Anzahl der Viren in vielen Fällen wieder an - bei manchen Patienten heilt die chronische Hepatitis B jedoch völlig aus.
Wechselwirkungen Es liegen keine Hinweise auf Wechselwirungen mit anderen Arzneistoffen vor.
Hinweis für Schwangere Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung in der Schwangerschaft vor. Ist die Anwendung des Medikaments während der Stillzeit unvermeidlich, sollten Sie abstillen bzw. sich von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufklären lassen.
Anwendungsgebiet
  • Infektion mit Hepatitis B Viren
Eignung
  • Bei schweren Nierenerkrankungen muss die Arzneistoffdosis verringert werden.
Warnhinweis
  • Während der Therapie müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden.
Packungsgröße
  • 28 Filmtbl. (N2) 100 mg
  • 84 Filmtbl. (N3) 100 mg
Nebenwirkungen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden. Unter anderem können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall.
  • Müdigkeit
  • Infektion der oberen Atemwege