Xeloda® Filmtabletten

Wirkstoff Capecitabin
Hersteller Roche
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Der Wirkstoff Capecitabin ist ein orales Zytostatikum. Nach Aufnahme in den Körper wird es in zwei Schritten in den eigentlichen Wirkstoff umgewandelt. In dieser Form verhindert es, dass die Krebszellen ihr Erbmaterial (DNA) verdoppeln können. Die Folge: Die Zellen können nicht wachsen und sterben schließlich ab.
Wechselwirkungen Die gleichzeitige Einnahme von Xeloda und folgenden Medikamentengruppen kann zu Wechselwirkungen führen:
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte das Medikament nicht eingenommen werden. Während der Therapie sollte abgestillt werden.
Anwendungsgebiet
  • Darmkrebs (Kolon-, Kolorektalkarzinom)
  • Magenkrebs (Magenkarzinom)
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
Eignung
  • schwerwiegende und unerwartete Reaktionen bei Vorbehandlung mit Fluoropyrimidinen
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Capecitabin oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Fluorouracil
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • schwere Blutbildungsstörungen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie)
  • schwere Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunktion
  • Behandlung mit Sorivudin oder dessen chemischen Verwandten
Warnhinweis
  • Vorsicht bei Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Hirnmetastasen, Neuropathie)
  • Vorsicht bei bestehendem Kalziummangel bzw. -überschuss (Hypo- bzw. Hyperkalzämie)
  • Vorsicht bei Diabetes oder Störungen im Elektrolythaushalt
  • Vorsicht bei leichter bis mäßiger Leber- oder Nierenfunktionsstörung
  • Xeloda hat einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen (Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit)
Packungsgröße
  • 35 g (N1)
  • 50 g (N2)
Nebenwirkungen
  • Magen-Darm-Störungen (wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen)
  • schmerzhafte Schwellung und Rötung an Handflächen und Fußsohlen (Hand-Fuß-Syndrom)
  • Abgeschlagenheit, Schwäche
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)
  • schädliche Wirkung auf das Herz (Kardiotoxizität)
  • erhöhte Nierenfehlfunktion bei bestehender eingeschränkter Nierenfunktion
  • Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose/Embolie)