Tilicomp® beta Weichkapseln

Wirkstoff Naloxon+Tilidin
Hersteller betapharm Arzneimittel GmbH
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Das Medikament ist eine Kombination aus Tilidin und Naloxon. Es wirkt gegen starke bis sehr starke Schmerzen.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt. Sie reizen die umliegenden Nerven die die Schmerzsignale dann an das Gehirn senden. Erst wenn das Signal im Gehirn angekommen und verarbeitet ist, spüren wir den Schmerz.Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Tilidin besetzt die Schmerzantennen im Gehirn, sodass der Schmerz nicht mehr wahrgenommen wird. Tilidin wirkt an den gleichen Stellen, an denen auch Opium den Schmerz stillt. Deshalb zählt Tilidin zu den Opioid-Analgetika. Wird das Medikament missbräuchlich verwendet, das heißt in größeren Mengen als in der Packungsbeilage beschrieben, besteht die Gefahr, dass Tilidin abhängig macht, genau wie Opium. Deshalb wird Tilidin mit Naloxon kombiniert. Naloxon ist ein Gegenspieler zu Tilidin, er hebt dessen Wirkung auf. Das Mischungsverhältnis ist dabei so gewählt, dass Naloxon die schmerzstillende Wirkung von Tilidin in normalen Dosierungen nicht beeinträchtigt. Wird jedoch zuviel von dem Medikament eingenommen, neutralisiert Naloxon die Tilidin-Wirkung. Dadurch werden Missbrauch und Abhängigkeit vorgebeugt.
Wechselwirkungen Die Wirkung von Tilidin wird durch Substanzen verstärkt und verlängert, die ebenfalls das Gehirn dämpfen, wie Opioid-Analgetika, Beruhigungsmittel und Schlafmittel sowie durch Alkohol. In Einzelfällen sind sogar nächtliche Atemstillstände möglich. Die Auswirkungen einer Kombination mit anderen Opioid-Analgetika sind nicht abschätzbar. Sie wird deshalb nicht empfohlen.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich. Ist die Anwendung des Medikaments während der Stillzeit unvermeidlich, sollten Sie abstillen bzw. sich von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufklären lassen.
Anwendungsgebiet
  • Stärkste Schmerzen
Eignung
  • Drogen-, Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch in der Krankheitsvorgeschichte
  • Kinder unter zwei Jahren
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Vorsicht bei Kinder unter 14 Jahren
Warnhinweis
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Packungsgröße
  • 10 Weichkps. (N1)
  • 30 Weichkps. (N2)
  • 50 Weichkps. (N3)
Nebenwirkungen
  • Übelkeit, Erbrechen (Gelegentlich)
  • Schwindel (Gelegentlich)
  • Benommenheit (Gelegentlich)