Thomapyrin® C Schmerztabletten Brausetabletten

Wirkstoff Acetylsalicylsäure+Ascorbinsäure+Paracetamol
Hersteller Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
apothekenpflichtig Apothekenpflichtig
Auswirkungen Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Ascorbinsäure und Paracetamol. Es wird bei leichten bis mittelstarken Schmerzen, Fieber und Erkältungskrankheiten angewendet.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Acetylsalicylsäure ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend, blutverdünnend und in höherer Dosierung entzündungshemmend.Acetylsalicylsäure hemmt im Körpergewebe die Produktion von Prostaglandinen und lindert so die Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Die fiebersenkende Wirkung kommt durch eine Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn zu Stande.Paracetamol ist ebenfalls ein schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff. Er bewirkt eine Hemmung der Prostaglandin-Produktion, allerdings vorrangig im Gehirn. Paracetamol besitzt daher kaum entzündungshemmende Eigenschaften.Ascorbinsäure ist eine andere Bezeichnung für Vitamin C. Vitamin C verbessert die Aufnahme von Acetylsalicylsäure im Körper und steigert damit die Wirksamkeit. Vitamin C spielt außerdem eine Rolle bei der Immunabwehr: Es ist notwendig für die zuverlässige Funktion der weißen Blutkörperchen, wichtigen Abwehrzellen unseres Immunsystems. Eine ausreichende Zufuhr an Vitamin C kann somit den Widerstand gegen Infektionskrankheiten erhöhen.Von der Kombination zweier Schmerzmittel in einem Medikament verspricht man sich eine verstärkte schmerzstillende Wirkung bei möglichst niedriger Dosierung der Einzelstoffe.
Wechselwirkungen Bei gleichzeitiger Einnahme verstärken sich dieses Präparat, weitere Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAID, blutverdünnende Medikamente, Kortisonpräparate und Alkohol in ihrer blutungsfördernden Wirkung.Die gleichzeitige Einnahme mancher Medikamente zur Behandlung der Epilepsie kann zu Leberschäden führen. Dies gilt auch für die gleichzeitige Einnahme von Alkohol. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe zur Senkung des Blutzuckerspiegels verstärkt sich möglicherweise die blutzuckersenkende Wirkung.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.
Hinweis für Schwangere Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt. Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Fieber
  • Leichte bis mittlere Schmerzen
Eignung
  • Anwendungsbeschränkung bei Kleinkindern und Säuglingen
  • Blutgerinnungsstörung
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Unverträglichkeit von Schmerzmedikamenten aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID)
  • Vorsicht bei chronischen Atembeschwerden und Asthma
Warnhinweis
  • Vorsicht ist geboten, wenn Sie regelmäßig blutgerinnungshemmende Mittel (Marcumar®, Coumadin®, Aspirin®, ASS®) einnehmen! Da ihre Wirkung verstärkt werden kann, müssen regelmäßige Blutwertkontrollen stattfinden.
  • Schmerzmittel ohne ärztliche Kontrolle nicht länger als drei Tage und nicht öfter als zehn Tage im Monat einnehmen. Bei übermäßigem Gebrauch verursachen Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen. Ein Teufelskreis entsteht.
Packungsgröße
  • 10 Brausetbl. (N1)
  • 20 Brausetbl. (N2)
Nebenwirkungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nierenfunktionsstörung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Niereninsuffizienz) bei langfristiger Einnahme
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz), Atemnot, Herzklopfen (Selten)
  • Blutungen der Magenschleimhaut (Selten)