Novalgin® Zäpfchen f. Kinder/-Erwachsene

Wirkstoff Metamizol
Hersteller Aventis Pharma Deutschland GmbH
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Metamizol wird bei mäßigen bis starken Schmerzen eingesetzt.Schmerzen sind eine lebenswichtige Warn- und Schutzfunktion. Sie helfen dem Körper, schädliche Einflüsse zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei der Schmerzentstehung werden Botenstoffe, die Prostaglandine, freigesetzt, die die Nervenenden reizen und Schmerzsignale an das Gehirn senden. Im Gehirn findet die Verarbeitung der Signale statt; erst hier entsteht die Schmerzwahrnehmung und die Schmerzempfindung. Ist die Ursache der Schmerzen bekannt, so verliert der Schmerz seine Warnfunktion - er wird zum lästigen Begleiter einer Krankheit und sollte mit Medikamenten behandelt werden.Metamizol hemmt vermutlich, ähnlich wie Paracetamol, die Bildung von Protaglandinen vorrangig im Gehirn und hat daher eine zuverlässige schmerzstillende Wirkung, aber kaum entzündungshemmende Eigenschaften.Da Metamizol auch krampflösend wirkt, kommt es auch bei starken Krämpfen im Magen-Darm-Trakt zum Einsatz.
Wechselwirkungen Metamizol kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen. Informieren Sie sich deshalb bei Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen.
Hinweis für Schwangere Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt. Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Anwendungsgebiet
  • Fieber
  • Krampfartige Magen-Darm-Beschwerden (Kolik)
  • Mittlere bis starke Schmerzen
Eignung
  • Angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
  • Erblich bedingter Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase
  • Säuglingen unter drei Monaten
  • Vorsicht bei Vorliegen einer Knochenmarksschädigung
Warnhinweis
  • Bei bestehendem Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenpolypen und chronischen Atemwegserkrankungen kann der Wirkstoff einen Asthma-Anfall auslösen.
  • Bei Schüttelfrost und Fieber ist sofort der Arzt zu benachrichtigen.
  • Vorsicht ist geboten, wenn Erkrankungen vorliegen, bei denen eine Blutdruckerhöhung oder -verminderung vermieden werden sollte (z.B. nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Flüssigkeitsmangel).
Packungsgröße
  • 5 Supp. (N1) 0,3 g f. Kdr.
  • 10 Supp. (N1) 1 g f. Erw.
Nebenwirkungen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz), Atemnot, Herzklopfen
  • Blutbildveränderungen (Selten)
  • Blutdruckabfall (Selten)