| Wirkstoff |
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Mexiletin |
| Hersteller |
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Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG |
| apothekenpflichtig |
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Rezeptpflichtig |
| Auswirkungen |
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Mexiletin wird bei Herzrhythmusstörungen angewendet.Das menschliche Herz vollbringt Tag für Tag Höchstleistungen: mit durchschnittlich 60 bis 80 Schlägen pro Minute pumpt es das Blut mit dem lebenswichtigen Sauerstoff bis in den letzten Winkel des Körpers. Um diese Pumpleistung zu erzielen müssen alle Muskelfasern des Herzens präzise zusammenarbeiten. Gesteuert wird die Muskelarbeit durch ein eigenes Strom-System: Der Sinusknoten, ein natürlicher Herzschrittmacher, erzeugt regelmäßig elektrische Strom-Signale. Dieser Strom breitet sich auf festgelegten Leitungsbahnen über das gesamte Herz aus und veranlasst die Muskeln zur Arbeit. Sobald das Signal die Muskelfaser erreicht zieht sie sich zusammen - das Stromsignal dient als Taktgeber für den Herzschlag. Herzrhythmusstörungen sind Veränderungen im elektrischen System der Signalbildung oder der Signalleitung: Der Herzschlag ist zu schnell oder zu langsam, Herzschläge fallen aus oder zusätzliche Schläge finden statt. Nicht immer sind Abweichungen im Herzrhythmus gefährlich und müssen behandelt werden. Bei starken Störungen sinkt jedoch die Pumpleistung des Herzens. Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit, Angstzustände oder sogar Bewusstlosigkeit können die Folge sein. Im Extremfall befördert das Herz gar kein Blut mehr - es kommt zum akuten Herzversagen, auch plötzlicher Herztod genannt.Antiarrhythmika sind Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen. Sie verändern das elektrische Signal und dessen Weiterleitung über den Herzmuskel. Dadurch können sie Störungen im elektrischen System des Herzens vorbeugen. Das Stromsystem ist aber so empfindlich, dass die Beseitigung von Störungen an einer Stelle möglicherweise neue Rhythmusstörungen an anderer Stelle auslöst: Viele dieser Medikamente können selber wieder Herzrhythmusstörungen verursachen.Mexiletin ist ein Antiarrhythmikum der Klasse 1b. Es wird bei Herzrhythmusstörungen angewendet, die mit zu schnellem Herzschlag verbunden sind. Mexiletin verzögert die Geschwindigkeit, mit der das Signal über den Herzmuskel geleitet wird. Dadurch können pro Minute weniger Stromsignale über den Herzmuskel wandern - die Herzfrequenz sinkt. Mexiletin wird bei zu schnellem Herzschlag der Herzkammer angewendet, wenn die Störung im Herzrhythmus schwerwiegend und lebensbedrohlich ist. |
| Wechselwirkungen |
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Die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneistoffe aus der Klasse der Antiarrhythmika, Beta-Blocker oder Kalzium-Antagonisten verstärkt die Wirkung von Mexiletin.Medikamente, die die Magen-Darm-Bewegung beeinflußen, können die Aufnahme von Mexiletin in den Körper verändern.Bei gleichzeitiger Einnahme des Arzneistoffes Warfarin verstärkt sich möglicherweise die Blutungsneigung.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen. |
| Hinweis für Schwangere |
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Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich. Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden. |
| Anwendungsgebiet |
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| Eignung |
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- Besondere Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block)
- Frischer Herzinfarkt
- Herzrhythmusstörungen mit Pulsverlangsamung (Bradykardie)
- Vorsicht bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
- Vorsicht bei schweren Lebererkrankungen
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| Warnhinweis |
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- Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
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| Packungsgröße |
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- 50 Kps. (N2) mite 100 mg
- 100 Kps. (N3) mite 100 mg
- 50 Kps. (N2) 200 mg
- 100 Kps. (N3) 200 mg
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| Nebenwirkungen |
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- Sehstörungen
- Verstopfung (Obstipation)
- Übelkeit, Erbrechen
- Verwirrtheitszustände
- Verstärkung einer Herzschwäche
- Zittern
- Herzrhythmusstörungen
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