| Wirkstoff |
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Methylphenidat |
| Hersteller |
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Medice Chem.-pharm. Fabrik Pütter GmbH & Co. KG |
| apothekenpflichtig |
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Betäubungsmittel! Rezept- und apothekenpflichtig |
| Auswirkungen |
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Methylphenidat wird gegen Überaktivität bei Kindern (ADHS-Syndrom) und gegen zwanghafte Schlafanfälle bei Erwachsenen eingesetzt.Die Ursache beider Erkrankungen liegt im Gehirn. Die Nervenzellen des Gehirns verständigen sich gegenseitig über verschiedene Botenstoffe. Sie werden bei Bedarf aus Speicherzellen ausgeschüttet und nach erfolgreicher Signalübertragung wieder in die Speicher aufgenommen. Bei Mangel oder Überschuß eines Botenstoffs treten verschiedene Erkrankungen auf.Beim ADHS-Syndrom werden die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin bereits wieder in die Speicher aufgenommen, noch bevor sie ihren Signalauftrag ausgeführt haben. Daher läßt bei Betroffenen die Konzentrationsfähigkeit nach. Als Folge davon verhalten sie sich überaktiv.Methylphenidat ist ein Psychostimulans aus der Gruppe der Amphetamine. Es verhindert, dass die Botenstoffe zu früh in ihre Speicher aufgenommen werden. Dann funktioniert die Signalübertragung wieder besser und Unaufmerksamkeit und Überaktivität nehmen ab.Der Wirkmechanismus von Methylphenidat bei zwanghaften Schlafanfällen ist bisher nicht bekannt.Alle zwölf Monate sollte das Medikament abgesetzt werden, um den Krankheitsverlauf zu beurteilen und die Therapie entsprechend anzupassen.In bestimmungsgemäßer, therapeutisch wirksamer Dosierung macht Methylphenidat nicht abhängig. Wird es jedoch missbräuchlich hochdosiert angewendet sind Suchterscheinungen möglich. |
| Wechselwirkungen |
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| Hinweis für Schwangere |
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Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden. |
| Anwendungsgebiet |
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- Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) bei Kindern über sechs Jahren
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| Eignung |
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- Überempfindlichkeit gegen Methylphenidat oder einen anderen Inhaltsstoff
- ausgeprägte Angst, Erregung oder Spannung
- Grüner Star (Glaukom)
- Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
- schwere Angina pectoris
- Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt
- schwerer Bluthochdruck (Hypertonie)
- schwere Depression, psychotische Symptome, aggressives Verhalten oder Suizidneigung
- Drogenabhängigkeit, Alkoholismus
- gleichzeitige Einnahme bestimmter Antidepressiva (nicht selektive, irreversible MAO-Hemmer = Monoaminooxidase-Inhibitoren) bzw. deren Einnahme innerhalb der letzten 14 Tage
- motorische Tics oder Tourette-Syndrom beim Patienten selbst oder in dessen Familie
- ausgeprägter Mangel an Magensäure (Anazidität)
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| Warnhinweis |
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- Medikinet kann schwindelig und schläfrig machen. Das hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Während der Therapie müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden.
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| Packungsgröße |
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- Tabletten: Packungen zu 5, 10 oder 20 mg
- retard-Hartkapseln: Packungen zu 5, 10, 20, 30 oder 40 mg
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| Nebenwirkungen |
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- Nervosität, Schlaflosigkeit
- abnormes Verhalten, Aggression, Erregung, Reizbarkeit
- Angst, Depression
- Appetitlosigkeit (Anorexie)
- verlangsamte Gewichtszunahme bei Langzeitanwendung bei Kindern
- Herzrhythmusstörungen, Herzrasen
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Änderung des Blutdrucks und der Herzfrequenz (meist Erhöhung)
- Gelenkschmerzen
- Schwindel, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen, Hyperaktivität
- Kopfschmerzen
- Haarausfall, Hautjucken, Hautausschlag, Nesselsucht
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