Lendormin® Tabletten

Wirkstoff Brotizolam
Hersteller Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Der Wirkstoff Brotizolam wird als Schlafmittel eingesetzt. Durch Wirkungsverstärkung eines bestimmten Überträgerstoffs im Gehirn ergibt sich der beruhigende und schlaffördernde Effekt des Präparats. Die natürlichen Schlafphasen (Schlaftiefe) werden beeinflusst, so dass es auf Dauer zu einer Störung des erholsamen Schlafs kommen kann. Brotizolam zählt zur Stoffgruppe der Benzodiazepinen. Da er relativ schnell im Körper abgebaut wird, spricht man von einem kurz wirkenden Schlafmittel. Es wird bei Ein- und Durchschlafstörungen eingesetzt.
Wechselwirkungen Die Wirkung von anderen Medikamenten, die auf das zentrale Nervensystem wirken, wird verstärkt. Die Wirkung von Mittel, die auf das Herz-Kreislauf-System und die Blutgerinnung einwirken, kann in nicht vorhersehbarer Weise beeinflusst werden. Die Wirkung von Brotizolam wird durch Cimetidin (Präparat zur Hemmung der Magensäurebildung) verstärkt.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Anwendungsgebiet
  • Schlafstörungen
Eignung
  • Akute Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine
  • Eingeschränkte Atemfunktion
  • Erkrankung der Nerven, die sich in Bewegungsstörungen äußert (Ataxie)
  • Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • Kurzes, wiederholtes Aussetzen der Atmung während des Schlafes (Schlafapnoe)
  • Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
Warnhinweis
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Packungsgröße
  • 10 Tbl. (N1)
  • 20 Tbl. (N2)
Nebenwirkungen
  • Benommenheit oder Schläfrigkeit
  • Gefühlsstarre
  • Müdigkeit, Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Erregungszustände, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst. Diese genau entgegengesetzten Wirkungen treten am ehesten bei Kindern oder bei Erwachsenen in höherem Alter auf.
  • Schlaflosigkeit nach plötzlichem Absetzen (Reboundinsomnie)
  • Muskelschwäche (Selten)
  • Abhängigkeit mit Gewöhnungseffekt (Toleranzentwicklung) und Dosissteigerung, vor allem bei Langzeiteinnahme (Selten)