L-Polamidon® Tropfen

Wirkstoff Levomethadon
Hersteller Aventis Pharma Deutschland GmbH
apothekenpflichtig Betäubungsmittel! Rezept- und apothekenpflichtig
Auswirkungen Levomethadon zählt zu den Morphinabkömmlingen und wirkt wie Morphin im Gehirn und Rückenmark. Es hemmt die Wahrnehmung von Schmerzen, und die Schmerzen werden nicht mehr als unangenehm empfunden. Es ist vierfach stärker und auch länger wirksam als Morphin. Die Nebenwirkungen und die Entzugserscheinungen sind im Vergleich zu Morphin u.a. Stoffen aus dieser Gruppe geringer.
Wechselwirkungen Zusammen mit anderen dämpfenden Medikamenten (andere im Gehirn wirkende Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel) sowie mit Alkohol werden die Wirkungen und die Nebenwirkungen von Levomethadon verstärkt. Die gleichzeitige Einnahme von anderen Medikamenten sollte prinzipiell mit einem Arzt besprochen werden.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Stärkste Schmerzen
Eignung
  • Überempfindlichkeit gegen Morphin und insb. den Inhaltsstoff
  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Abhängigkeit von Opioiden
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Epilepsie
  • Erkrankungen der Atemwege und des Atemzentrums
  • Gallenwegserkrankungen
  • Kinder unter einem Jahr
  • Prostatavergrößerung
  • Schockzustände
Warnhinweis
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Packungsgröße
  • 1 x 21 Tbl. (N1)
  • 3 x 21 Tbl. (N3)
Nebenwirkungen
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. starke Schwellungen, Rötungen und Juckreiz der Haut, Atemnot bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen und Schock. In diesen Fällen sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden.
  • Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen, Wahrnehmungsstörungen, Abhängigkeitsentwicklung (geringe Gefahr bei richtiger Anwendung), Hemmung des Atemantriebs
  • Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Gallenkolik
  • Blutdruckabfall, verlangsamter Herzschlag
  • Schwere Blasenentleerungsstörungen
  • Schwächere Entzugssymptomatik als bei Morphin
  • Hemmung des Atemantriebs
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Pupillenverengung (Miosis) mit Störung des Sehens bei Dämmerung und Dunkelheit