| Wirkstoff |
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Telithromycin |
| Hersteller |
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Aventis Pharma Deutschland GmbH |
| apothekenpflichtig |
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Rezeptpflichtig |
| Auswirkungen |
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Telithromycin wird gegen bakterielle Infektionen eingesetzt. Millionen verschiedener Bakterien, Viren oder Pilze versuchen täglich in unseren Körper einzudringen. Sie leben in der Luft, im Wasser, in Nahrungsmitteln oder in anderen Menschen und Tieren. Nicht alle schaden dem Menschen - manche brauchen wir sogar. Nützliche Organismen bilden unsere Hautflora, ein natürliches Schutzschild gegen Krankheitserrerger. Andere wiederum helfen uns bei der Verdauung.Im Normalzustand vernichtet unser Immunsystem die schädlichen Eindringlinge noch bevor sie sich einnisten und vermehren können. Ist die körpereigene Abwehr aber durch Stress, Kälte oder Erkrankungen geschwächt, kann sich der Erreger ungestört vermehren und ausbreiten. Es kommt zu einer Infektion. Besonders bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie Kinder, chronisch Kranke und Menschen ab 60 Jahren, kann eine Infektion Organe und Gehirn schädigen und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich werden.Gegen jeden Erregertyp gibt es eigene Arzneimittel. Gegen Bakterien wirken Antibiotika, gegen Viren Virustatika und gegen Pilze Antimykotika. Telithromycin wirkt gegen Bakterien. Es ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Ketolide. Diese Antibiotikagruppe blockiert in den Bakterien die Bildung lebenswichtiger Eiweiße und stoppt so ihre Vermehrung. Telithromycin blockiert die Eiweße gleich an zwei verschiedenen Stellen. Man hofft, dass die Bakterien dadurch nicht so schnell Resistenzen entwickeln, da sie beide Stellen gleichzeitig schützen müssten. Vor einer Behandlung mit Antibiotika sollte zuerst festgestellt werden, ob die Infektion wirklich bakteriell bedingt ist, und welcher genaue Bakterientyp der Verursacher ist. Einerseits wirkt jedes Antibiotikum nur gegen ganz bestimmte Bakterien, andererseits sind viele Bakterien bereits gegen Antibiotika unempfindlich (resistent), da sie in der Vergangenheit häufig falsch eingesetzt wurden. Nur wenn man das Ergebnis der Bakterienbestimmung nicht abwarten kann, weil z.B. gefährliche Komplikationen zu erwarten sind, kann es sinnvoll sein schon vorab ein Antibiotikum zu nehmen, das gegen viele verschiedene Bakterien wirkt (Breitspektrumantibiotikum).Telithromycin wird bei bakteriellen Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs eingesetzt.Ketolide werden vor allem dann eingesetzt, wenn andere Antibiotika aus der Gruppe der Penicilline, Cephalosporine oder Makrolide nicht mehr wirksam sind. |
| Wechselwirkungen |
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Telithromycin darf nicht gleichzeitig mit einem der folgenden Arzneistoffe eingenommen werden: Mutterkornalkaloide wie Ergotamin und Dihydroergotamin, Cisaprid, Pimozid und die Antiallergika Astemizol und Terfenadin.Auch Medikamente gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel mit den Wirkstoffen Simvastatin, Atorvastatin oder Lovastatin dürfen nicht zusammen mit Telithromycin eingenommen werden.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen. |
| Hinweis für Schwangere |
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Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden. |
| Anwendungsgebiet |
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| Eignung |
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- Bekannte Überempfindlichkeit gegen ähnliche Wirkstoffe
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| Warnhinweis |
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- Antibiotika müssen über den gesamten, vom Arzt verordneten Zeitraum angewendet werden, auch wenn Sie sich bereits wieder gesund und leistungsfähig fühlen. Werden die Medikamente zu früh abgesetzt, können Restkeime überleben, die zu einem erneuten Ausbruch der Krankheit führen. Diese Keime sind dann aber möglicherweise gegen das Antibiotikum unempfindlich (resistent) geworden und damit schwerer zu behandeln.
- Die Wirkung der Pille als empfängnisverhütendes Mittel kann beeinträchtigt werden. Es wird daher empfohlen, zusätzlich andere Verhütungsmethoden heranzuziehen.
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| Packungsgröße |
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- 10 Filmtbl. (N1)
- 14 Filmtbl. (N1)
- 20 Filmtbl. (N2)
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| Nebenwirkungen |
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- Kopfschmerzen
- Unter Umständen wird das Gleichgewicht der Darm- und/oder Scheidenflora gestört. Die Anwendung von Präparaten, die dieses Gleichgewicht wiederherstellen, ist nach Therapieabschluss zu empfehlen.
- Schwindel
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Geschmacksstörungen
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