Herceptin® Pulver für Infusionslösungskonzentrat

Wirkstoff Trastuzumab
Hersteller Roche
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Trastuzumab ist ein gentechnisch hergestellter Antikörper. Er wird bei bestimmten Brustkrebserkrankungen eingesetzt. Bei einem Teil der Brustkrebserkrankungen fanden Wissenschaftler in den Krebszellen große Mengen des wachstumsfördernen Botenstoffs HER2-Rezeptorprotein (Human Epidermal Growth Factor Receptor Type 2). Dieser steigert die Stoffwechselaktivität der Krebszellen und regt sie zur Teilung an. Trastuzumab bindet ganz gezielt an Teile des HER2-Botenstoffs, die aus der Zelloberfläche der Krebszelle herausragen. Damit ist dieser Botenstoff blockiert und sendet keine weiteren Wachstumssignale. Voraussetzung für eine Brustkrebstherapie mit Trastuzumab ist ein Labortest, in dem die Krebszellen auf das Vorkommen von HER2-Protein untersucht werden. Trastuzumab wird nur bei Brustkrebsarten mit nachgewiesener HER2-Empfindlichkeit eingesetzt.
Wechselwirkungen Eine Kombination von Trastuzumab mit Anthrazyklinen erhöht das Risiko für Herzschädigungen und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.Es wurden bisher noch keine Studien zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen durchgeführt.
Hinweis für Schwangere Es ist nicht bekannt, ob Herceptin die weibliche Fruchtbarkeit beeinflusst oder Schäden am Ungeborenen verursacht. Eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte aber sicherheitshalber vermieden werden. Während der Herceptin-Therapie sowie sechs Monate im Anschluss sollte die Patientin nicht stillen (die Antikörper gehen vermutlich in die Muttermilch über; das Gefährdungspotential für das Kind ist unbekannt).
Anwendungsgebiet
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
Eignung
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
  • Vorsicht bei eingeschränkter Atemfunktion
Warnhinweis
  • Das Medikament darf nur unter strenger klinischer Überwachung verabreicht werden.
  • Herceptin kann das Herz schädigen (kardiotoxische Wirkung). Nach Absetzen der Behandlung können sich die Antikörper noch bis zu 24 Wochen im Körperkreislauf befinden. In dieser Zeit sollte eine Patientin nach Möglichkeit nicht mit Anthrazyklinen (Zytostatika) behandelt werden, da diese ebenfalls kardiotoxisch wirken und das Herz zusätzlich belasten.
Packungsgröße
  • 100 Filmtbl. (N3)
Nebenwirkungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Ausschlag
  • Bauch- und Brustschmerzen
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen