Ethinylestradiol 25 µg JENAPHARM Dragees

Wirkstoff Ethinylestradiol
Hersteller Jenapharm GmbH & Co. KG
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Ethinylestradiol ist ein Hormon aus der Gruppe der Östrogene. Es wird bei Östrogenmangel eingesetzt.Östrogene (Estrogene) sind weibliche Sexualhormone, die im Körper der Frau von den Eierstöcken produziert werden. Sie fördern das Wachstum und die Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane. Zusammen mit den Gestagenen regeln sie zudem den Ablauf des weiblichen Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft.Am Anfang des Monatszyklus sorgen die Östrogene für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Sie fördern das Wachstum und die Durchblutung der Schleimhaut: die Gebärmutter wird darauf vorbereitet, ein befruchtetes Ei aufzunehmen und einzunisten. Findet jedoch nach dem Eisprung keine Befruchtung statt, so produziert der Körper vermehrt Gestagen-Hormone. Die Gestagene lösen dann am Ende des Monats eine Abbruchblutung aus, so dass die Gebärmutter sich anschließend wieder auf den nächsten Eisprung vorbereiten kann. Bei Zyklusstörungen mit fehlender Regelblutung kann mit Hilfe von Hormon-Tabletten ein regelmäßiger Monatszyklus herbeigeführt werden. Dazu werden über mehrere Monate Tabletten mit Ethinylestradiol eingenommen. Gegen Ende jedes Zyklus sind dann zusätzlich Gestagene einzunehmen, um die Monatsblutung herbeizuführen.Tabletten mit Ethinylestradiol werden außerdem bei langdauernden Monatsblutungen angewendet, die durch einen Mangel an natürlichen Östrogenen im Körper entstehen.
Wechselwirkungen Antibiotika schädigen die Darmflora und vermindern dadurch die Aufnahme von Arzneistoffen in den Körper. Möglicherweise lässt die Östrogen-Wirkung damit während einer Antibiotika-Behandlung nach.Das Präparat kann weitere Arzneimittel verstärken bzw. abschwächen oder selbst verstärkt bzw. abgeschwächt werden. Halten Sie deshalb in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie noch andere Medikamente einnehmen.
Hinweis für Schwangere Es gibt keinen Grund, warum dieses Medikament in der Schwangerschaft angewendet werden sollte. Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Entzündung der Gebärmutterschleimhaut
  • Menstruationsstörungen
Eignung
  • Hormonabhängiger Tumor
  • Leber- und Gallenwegserkrankung
  • Unklare Gebärmutterblutung
  • Vorsicht bei Neigung zu Blutgerinnseln in den Gefäßen (Thrombosen)
  • Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Vorsicht bei Raucherinnen über 30 Jahren
  • Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose )
Warnhinweis
  • Frauen sollten in regelmäßigen Abständen gynäkologisch untersucht werden.
Packungsgröße
  • 21 Drg. (N1)
Nebenwirkungen
  • Brustspannen (Gelegentlich)
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) (Gelegentlich)
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung (1-5 Kilogramm) (Gelegentlich)
  • Risiko für einen plötzlichen Verschluss von Gefäßen wie z.B. Thrombosen, Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Risiko wird durch erhebliches Übergewicht, Rauchen, Venenschwäche (Neigung zu Krampfadern), Bluthochdruck und Störungen des Fettstoffwechsels oder der Blutgerinnung erhöht. (Selten)
  • Migräneartige oder häufig ungewohnt starke Kopfschmerzen (Selten)