ERYPO® 2000 I.E./ml/-4000 I.E./ml/-10 000 I.E./ml Injektionslösung zur i.v. oder s.c. Anwendung

Wirkstoff Epoetin alfa
Hersteller JANSSEN-CILAG GmbH
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Epoetin alfa ist das gentechnisch hergestellte körpereigene Hormon Erythropoetin. Erythropoetin wird in den Nieren produziert und regt im Knochenmark die Bildung der roten Blutkörperchen an, die Sauerstoff aus der Lunge in den Körper transportieren. Wenn bei Nierenerkrankungen die Produktion von Erythropoetin gestört ist, muss es durch Epoetin alfa ersetzt werden. Einige Krebsmedikamente hemmen als Nebenwirkung die Bildung der roten Blutkörperchen. Hier wird mit Epoetin alfa deren Neubildung angeregt.
Wechselwirkungen Medikamente mit dem Wirkstoff Ciclosporin, die das Immunsystem unterdrücken, werden verstärkt.Die Wirksamkeit einer blutverdünnenden Heparin-Therapie ist eventuell eingeschränkt.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Schwere Nierenerkrankungen
  • Schwere Schädigung des Knochenmarks
  • Vorbereitung zur Eigenblutspende vor großen Operationen bei Blutarmut
Eignung
  • Schwere Durchblutungsstörungen
  • Schwerer Bluthochdruck
Warnhinweis
  • Bei Mißbrauch des Medikaments durch gesunde Personen wird der Normalwert an roten Blutkörperchen schnell überschritten - die Gerinnungsneigung des Blutes steigt. Das kann zu lebensgefährlichen Komplikationen im Herz-Kreislaufsystem führen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Packungsgröße
  • 6 Durchstichfl. (N1) m. je 1 ml Inj.-Lsg. Erypo 2000 I.E./ml
  • 6 Durchstichfl. (N1) m. je 1 ml Inj.-Lsg. Erypo 4000 I.E./ml
  • 6 Durchstichfl. (N1) m. je 1 ml Inj.-Lsg. Erypo 10 000 I.E./ml
Nebenwirkungen
  • Hautausschläge
  • Grippeartige Beschwerden, z.B. Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost, Gliederschmerzen
  • Erhöhte Neigung zu Krampfanfällen (Selten)
  • Blutdruckanstieg (Selten)
  • Risiko für einen plötzlichen Verschluss von Gefäßen wie z.B. Thrombosen, Lungenembolie, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Risiko wird durch erhebliches Übergewicht, Rauchen, Venenschwäche (Neigung zu Krampfadern), Bluthochdruck und Störungen des Fettstoffwechsels oder der Blutgerinnung erhöht. (Selten)