CONCERTA 18 mg/-36 mg Retardtabletten

Wirkstoff Methylphenidat
Hersteller JANSSEN-CILAG GmbH
apothekenpflichtig Betäubungsmittel! Rezept- und apothekenpflichtig
Auswirkungen Methylphenidat wird gegen Überaktivität bei Kindern und gegen zwanghafte Schlafanfälle bei Erwachsenen eingesetzt. Auch wenn es paradox klingt, aber das Medikament hat bei Kindern und Erwachsenen gegenteilige Wirkungen. Die Ursache beider Erkrankungen liegt im Gehirn. Die Nervenzellen des Gehirns verständigen sich gegenseitig über verschiedene Botenstoffe. Bei Mangel oder Überschuß eines Botenstoffs treten die verschiedensten Erkrankungen auf.Methylphenidat ist ein Psychostimulans aus der Gruppe der Amphetamine. Es setzt verschiedene Botenstoffe im Gehirn frei. Dadurch wird beim Erwachsen die Leistungsfähigkeit gesteigert und die zwanghaften Schlafanfälle verschwinden. Bei Kindern hat Methylphenidat eine eher dämpfende, modulierende Wirkung bei starker Überaktivität.Nach längerem Gebrauch und in hoher Dosierung kann die Wirkung nachlassen. Vereinzelt treten auch stereotype Verhaltensmuster auf. Deshalb muss die Behandlung in regelmäßigen Abständen unterbrochen werden.In bestimmungsgemäßer, therapeutisch wirksamer Dosierung macht Methylphenidat nicht abhängig. Wird es jedoch missbräuchlich hochdosiert angewendet sind Suchterscheinungen möglich. Dann kann der Körper die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit nicht mehr erkennen. Schlimmstenfalls bricht der Körper als Folge der Überlastung zusammen.Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind diese Risiken gering.
Wechselwirkungen Methylphenidat setzt die Wirksamkeit blutdrucksenkender Medikamente herab. Psychopharmaka, Medikamente gegen Epilepsie und blutgerinnungshemmende Medikamente werden hingegen verstärkt. Methylphenidat muss zeitversetzt von Medikamenten gegen Magenübersäuerung aus der Gruppe der Antazida eingenommen werden.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.
Anwendungsgebiet
  • Hyperaktivität bei Kindern
  • Zwanghafte Schlafanfälle (Narkolepsie)
Eignung
  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Angststörungen
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Durchblutungsstörungen in den Arterien (arterielle Verschlusskrankheit)
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Kinder unter sechs Jahren
  • Magersucht (Anorexia nervosa)
  • Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • Prostatavergrößerung
  • Psychosen
  • Vor kurzem aufgetretener Schlaganfall
  • Vorsicht bei Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Vorsicht bei Angina pectoris
  • Vorsicht bei Depressionen
  • Vorsicht bei Herzrhythmusstörungen
Warnhinweis
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Während der Therapie müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden.
Packungsgröße
  • 30 Retardtbl. 18 mg gelbe Tbl. in Kapselform m. einseit. Aufdr. {dophoch}alza 18{dophoch}
  • 30 Retardtbl. 36 mg weiße Tbl. in Kapselform m. einseit. Aufdr. {dophoch}alza 36{dophoch}
Nebenwirkungen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schlaflosigkeit
  • Erhöhte Neigung zu Krampfanfällen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Mundtrockenheit (Gelegentlich)
  • Schwindel (Gelegentlich)
  • Erregbarkeit (Gelegentlich)
  • Müdigkeit (Gelegentlich)
  • Vermehrtes Schwitzen (Gelegentlich)
  • Angstzustände (Gelegentlich)
  • Aggressivität (Gelegentlich)
  • Wahnvorstellungen (Gelegentlich)
  • Herzrhythmusstörungen (Gelegentlich)
  • Herzrasen (Gelegentlich)
  • Beklemmungsgefühl in der Brust (Gelegentlich)
  • Blutdruckanstieg (Gelegentlich)