| Wirkstoff |
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Clopamid+Reserpin |
| Hersteller |
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Novartis Pharma |
| apothekenpflichtig |
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Rezeptpflichtig |
| Auswirkungen |
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Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Clopamid und Reserpin. Es wird bei erhöhtem Blutdruck eingesetzt.Herzleistung und Blutdruck werden laufend durch ein kompliziertes System aus verschiedenen Botenstoffen und Nervensignalen den Bedürfnissen des Körpers angepasst. Für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit sorgt z.B. das Hormon Adrenalin. Am Herz dockt es an speziellen Bindungsstellen, den Beta-Rezeptoren, an und bewirkt dort eine Steigerung der Herzleistung und des Blutdrucks. An den Blutgefäßen bindet es sich an Alpha-Rezeptoren und verengt die Gefäße. Auch dadurch steigt der Blutdruck.Wie viel Adrenalin nun gerade im Körper unterwegs ist, bestimmt der Sympathikus, ein Teil unseres unbewussten Nervensystems. Er steuert die Produktion der Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin.Reserpin ist ein Antisympathotonikum: Es verringert die Menge der Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin im Körper. Dadurch können die Nervensignale des Sympathikus nicht mehr richtig weitergeleitet und ausgeführt werden - der Sympathikus wird abgeschwächt. Die Blutgefäße entspannen und erweitern sich, und das Herz schlägt langsamer und weniger kraftvoll. Beides führt dazu, dass der Druck in den Blutgefäßen abnimmt, und der Blutdruck sinkt. Reserpin verringert nicht nur die Menge an Adrenalin und Noradrenalin, es beeinflusst auch andere Botenstoffe im Körper und im Gehirn. Neben der Blutdrucksenkung hat es daher weitere Wirkungen und Nebenwirkungen, und es wird nur noch als Kombinationspartner für andere Wirkstoffe verwendet.Clopamid ist ein Entwässerungsmittel (Diuretikum). Es fördert die Salz- und Wasserausscheidung über die Niere. Durch Abnahme des Wasseranteils im Blut verringert sich die Blutmenge, die vom Herzen durch den Körper gepumpt wird. Dadurch wird das Herz entlastet und der Blutdruck gesenkt. Wasser, das aus den Blutgefäßen in das Gewebe übergetreten ist (Ödeme), wird ausgeschwemmt. |
| Wechselwirkungen |
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Andere blutdrucksenkende Arzneimittel wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Kalzium-Antagonisten, Diuretika oder gefäßerweiternde Medikamente werden in ihrer blutdrucksenkenden Wirkung verstärkt.Beruhigungs- und Schlafmitteln sowie Alkohol führen zu verstärkter Müdigkeit und Benommenheit.Die Wirkung von Levodopa zur Behandlung der Parkinson-Krankheit wird vermindert.Da Clopamid den Mineralstoff Kalium aus dem Körper ausschwemmt, kann eine gleichzeitige Einnahme von Abführmittel und Kortison, die ebenfalls zu einer Kaliumausscheidung führen, den Kaliumspiegel im Blut stark senken. Entzündungshemmende Medikamente aus der Arzneistoffgruppe der Nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Diclofenac oder Ibuprofen vermindern die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen. |
| Hinweis für Schwangere |
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Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden. |
| Anwendungsgebiet |
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- Bluthochdruck (Hypertonie)
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| Eignung |
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- Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide, kann auch bei Anwendung des o. g. Präparats eine Überempfindlichkeit bestehen (Kreuzreaktion).
- Frischer Herzinfarkt
- Magen-Darm-Geschwüre
- Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Störungen des Mineralstoff- und Wasserhaushalts
- Vorsicht bei Personen, die zu erhöhten Harnsäurewerten neigen (Gicht).
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| Warnhinweis |
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- Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
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| Packungsgröße |
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- 30 Drg. (N1)
- 60 Drg. (N2)
- 100 Drg. (N3)
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| Nebenwirkungen |
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- Flüssigkeitsverlust führt zu Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei starken Flüssigkeitsmangel sind Verwirrtheit und Blutdruckabfall mit Kollapsneigung möglich. (Gelegentlich)
- Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) mit Symptomen wie Benommenheit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen (Gelegentlich)
- Verstopfung der Nase (Sehr selten oder Einzelfälle )
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautreaktionen, z.B. Rötung, Juckreiz, Ausschlag, Quaddelbildung (Sehr selten oder Einzelfälle )
- Depressive Verstimmung (Sehr selten oder Einzelfälle )
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