| Wirkstoff |
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Amantadin |
| Hersteller |
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ratiopharm GmbH |
| apothekenpflichtig |
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Rezeptpflichtig |
| Auswirkungen |
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Amantadin wurde ursprünglich zur Vorbeugung der Virusgrippe entwickelt, hat sich aber bald auch als wirksames Medikament zur Behandlung der Parkinson-Krankheit herausgestellt.Viren müssen ihre Erbinformation in infizierte Zellen des befallenen Wirtes einschleusen, um sich vermehren zu können. Amantadin blockiert diesen Prozess bei Influenza-A-Viren und hemmt die Vermehrung.Während einer Grippewelle, hervorgerufen durch Influenza A Viren, schützt eine vorbeugende Einnahme vor Ansteckung. Ist die Erkrankung bereits ausgebrochen, kann das Medikament den Verlauf der Erkrankung abmildern - vorrausgesetzt, die Behandlung beginnt in den ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome. Bei der Parkinson-Krankheit fehlt dem Gehirn der Signalstoff Dopamin. Durch die erniedrigte Dopaminkonzentration an wichtigen Schaltstellen im Gehirn entsteht ein Ungleichgewicht derjenigen Botenstoffe, die an der Bewegungskontrolle beteiligt sind.Amantadin ist ein NMDA-Antagonist: Er besetzt Bindungsstellen des N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptors im Gehirn und blockiert dadurch die Wirkung des Botenstoffes Glutamat. In der Folge verschiebt sich das Ungleichgewicht der Botenstoffe - die Dopaminwirkung wird sozusagen auf Umwegen gesteigert.Amantadin bessert insbesondere die Hauptsymptome Bewegungslosigkeit und Starre. Meist wird es in späteren Stadien der Parkinson-Krankheit zusätzlich zur bestehenden Therapie verordnet. |
| Wechselwirkungen |
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Die Kombination mit anderen Medikamenten zur Behandlung der Parkinson-Krankheit führt zu einer Verstärkung der Wirkungen sowie möglicherweise der Nebenwirkungen aller beteiligter Arzneistoffe. Die gleichzeitige Einnahme weiterer NMDA-Antagonisten wie Memantin verstärkt ebenfalls Wirkung und Nebenwirkungen von Amantadin. Einige harntreibende Medikamente mit den Wirkstoffen Triamteren und Hydrochlorothiazid führen zu einer Anreicherung von Amantadin im Körper. Die Verträglichkeit von Alkohol ist während einer Behandlung mit Amantadin vermindert.Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Informieren sie sich deshalb bei Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen. |
| Hinweis für Schwangere |
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Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich. |
| Anwendungsgebiet |
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- Grippe (Influenza)
- Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung)
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| Eignung |
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- Erhöhter Augeninnendruck, der durch Verengung des Abflusskanals für das Augenkammerwasser entsteht (Engwinkelglaukom)
- Gleichzeitige Einnahme von Neuroleptika - Medikamente mit Wirkung auf die Psyche (antipsychotisch), auf die willkürliche Steuerung von Muskelgruppen (psychomotorisch) und mit schlaffördernden Eigenschaften (sedierend)
- Kinder unter fünf Jahren
- Prostatavergrößerung
- Schwere Nierenfunktionsstörung
- Spezielle psychische Störungen (Neurosen)
- Unterschiedliche Formen von Anfallsleiden (Epilepsie)
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| Warnhinweis |
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- Während der Therapie müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den behandelnden Arzt stattfinden.
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| Packungsgröße |
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| Nebenwirkungen |
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- Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen, z.B. Depressionen, Euphorie, Verwirrungszustände, Halluzinationen und Albträume (Gelegentlich)
- Konzentrationsstörungen (Gelegentlich)
- Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen) (Gelegentlich)
- Schlafstörungen (Gelegentlich)
- Störung der Blutdruckregulation (Gelegentlich)
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Gelegentlich)
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