Allegro® 2,5 mg Filmtabletten

Wirkstoff Frovatriptan
Hersteller Berlin-Chemie AG
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Frovatriptan wird bei Migräne zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen eingesetzt. Der charakteristische Migräne-Kopfschmerz ist ein periodisch in regelrechten Attacken auftretender, heftiger Halbseiten-Kopfschmerz. Über die genauen Vorgänge im Körper, die zur Entstehung dieser Schmerzen führen, gibt es bis heute nur Vermutungen.Man nimmt an, dass es während der Migräne-Attacke zur Freisetzung gefäßaktiver Botenstoffe in den Blutgefäßen der Gehirnhäute kommt. Diese Botenstoffe veranlassen die Weitstellung der Blutgefäße und aktivieren angrenzende Nervenfasern. Zudem veranlassen sie die Freisetzung weiterer Botenstoffe, die ihrerseits eine Entzündungsreaktion in Gang setzen. Diese Entzündung reizt ebenfalls die empfindlichen Nervenendigungen an den Gefäßen und führt zur Aussendung von Schmerzsignalen an wichtige Schaltzentren im Gehirn. In der Folge treten Brechreiz, Übelkeit und die starke Schmerzempfindung auf.Frovatriptan ist ein Serotonin-Agonist. Er besetzt die Bindungsstellen eines der beteiligten Botenstoffe (Serotonin) sowohl an den Gefäßen als auch an den Nervenendigungen. So verengt Frovatriptan die Gefäße und verhindert die Freisetzung weiterer Serotonin-Stoffe, die eine Entzündung auslösen und nachfolgend Schmerzen verursachen.
Wechselwirkungen Gleichzeitige Anwendung anderer Serotonin-Agonisten oder von Ergotaminen können die Nebenwirkungen gefährlich verstärken. Antidepressiva oder Anti-Parkinsonmittel aus der Gruppe der MAO-Hemmer: Risiko eines Serotonin-Syndroms oder von Bluthochdruck möglich. Johanniskraut: Risiko eines Serotonin-Syndroms. Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer: Risiko für Bluthochdruck, Verengung der Herzkranzgefäße oder Serotonin-Syndrom.Blutstiller Methylergometrin: Risiko für Bluthochdruck, Verengung der Herzkranzgefäße
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Migräne
Eignung
  • Angina pectoris (Herzenge)
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Schwerer Bluthochdruck
Warnhinweis
  • Bei bestehendem Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenpolypen und chronischen Atemwegserkrankungen kann der Wirkstoff einen Asthma-Anfall auslösen.
  • Bei Patienten mit Gicht kann ein Gichtanfall ausgelöst werden.
  • Bei Einnahme von mehr als acht Gramm Acetylsalicylsäure pro Tag kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen (Schwindel, Ohrensausen, Fieber).
  • Vorsicht: Kinder und Jugendliche sollten den Wirkstoff nur nach ärztlichem Rat anwenden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken.
  • Bei vorgeschädigten Nieren kann sich die Nierenfunktion durch Anwendung des Wirkstoffs weiter verschlechtern.
Packungsgröße
  • 3 Filmtbl. (N1)
  • 6 Filmtbl. (N1)
  • 12 Filmtbl. (N1)
Nebenwirkungen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Gefühlsstörungen
  • Engegefühl im Rachen und Halsbereich
  • Hitzewallungen