Agiolax® Granulat

Wirkstoff Flohsamen, indischer+Senna
Hersteller Madaus AG
apothekenpflichtig Apothekenpflichtig
Auswirkungen Das Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Sennesfrüchte und Flohsamen. Es wird gegen Verstopfung eingesetzt. Die normale Stuhlfrequenz variiert von Mensch zu Mensch sehr stark von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Bei weniger als dreimal Stuhlgang pro Woche, spricht man von Verstopfung. Die häufigste Ursache ist eine Kombination aus geringer Flüssigkeitszufuhr und Ballaststoffen in der Ernährung und zu wenig körperlicher Bewegung. Die Anwendung Sennesfrüchten ist nur dann sinnvoll, wenn sich mit Behebung dieser Mängel kein geregelter Stuhlgang erzielen läßt. Weiterhin bei Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern, wie schmerzhafte Einrisse am After oder Hämorrhoiden. Oder nach Operationen, Herzinfarkt oder Schlaganfall wenn starkes Pressen dem Körper schaden würde. Der indische Flohsamen besteht aus kleinen, hellbraunen Samenkörnern, die ein hohes Maß an Quellfähigkeit besitzen. Seine Heimat ist Indien und Westasien. Der indische Flohsamen gehört zu den milden Abführmitteln, da er im Darm aufquillt, das Volumen des Darminhalts dadurch zunimmt und der Darm angeregt wird, die Speisereste weiterzubefördern.Die Sennespflanze ist ein bis zu zwei Meter hoher Strauch, der in Ägypten, Vorderindien und im nördlichen Zentralafrika heimisch ist. Sennesblätter reizen die Dickdarmschleimhaut, sodass verstärkt Wasser aus dem Körper in den Darm einströmt. Durch die verstärkte Füllung des Darmes wird ein Reflex ausgelöst, der zum Stuhlabgang führt. Sennesblätter sind nur zur kurzfristigen Anwendung geeignet.
Wechselwirkungen Durch die abführende Wirkung kann die Aufnahme anderer Medikamente aus dem Darm beeinträchtigt werden. Langfristige Anwendung führt zu Mineralstoffmangel, insbesondere Kalium. Diese Verluste können durch wassertreibende Medikamente und Kortison noch gesteigert werden. Ein Kaliummangel verstärkt zudem die Wirkung von Herzglykosiden, die zur Behandlung von Herzschwäche eingesetzt werden. Selbst eine geringfügige Wirkungssteigerung von Herzglykosiden kann jedoch zu schweren Überdosierungserscheinungen führen.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Anwendungsgebiet
  • Verstopfung (Obstipation)
Eignung
  • Akute, entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen
  • Darmverschluß
  • Engstellen (Stenosen) im Magen-Darm-Bereich
  • Kinder unter zehn Jahren
  • Schwerer Flüssigkeitsmangel
  • Vorsicht bei Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Warnhinweis
  • Herzmedikamente mit herzwirksamen Glykosiden können durch Störungen im Mineralstoffhaushalt (Kaliummangel) oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten schnell zu stark wirken (Lebensgefahr!). Deshalb sollten Sie bei Auftreten folgender Nebenwirkungen sofort den Arzt aufsuchen: Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen (Farbensehen), Halluzinationen, Herzrhythmusstörungen.
  • Das Medikament führt bei längerer Anwendung und in Dosierungen, die dünne Stühle verursachen zu hohen Kaliumverlusten. Ein Kaliummangel wiederum führt erneut zur Verstopfung und auf Dauer zur chronischen Darmträgheit. Um diesen Teufelskreis zu unterbinden, darf das Medikament nicht länger als ein bis zwei Wochen angewendet werden. Durch Abführmittel wird der Darm stärker enleert als beim natürlichen Stuhlgang. Daher wird die Zeit bis zur nächsten Darmentleerung länger dauern als gewöhnlich.
Packungsgröße
  • 250 g (N2)
Nebenwirkungen
  • Verminderung des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie) mit Symptomen wie Benommenheit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen
  • Störungen im Mineralstoffhaushalt, z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium
  • Verstärkung der Darmträgheit (Verstopfung) bei langfristiger Anwendung