Agenerase® 50 mg/-150 mg Weichkapseln

Wirkstoff Amprenavir
Hersteller GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Amprenavir wird gegen die HIV-Infektion (AIDS) eingesetzt. Die HIV-Infektion wird durch eine bestimmte Virenart, die Retroviren ausgelöst. Das Virus befällt die Immunzellen des menschlichen Körpers. Es nutzt deren Stoffwechsel zu seiner eigenen Vermehrung, da es selbst keinen eigenen Stoffwechsel besitzt. Amprenavir ist ein Protease-Hemmer. Es blockiert ein Enzym des Virus, die Protease. Da die Protease für die Virusvermehrung notwendig ist, wird dadurch die Bildung neuer Viren gestoppt und die Anzahl der Viren im Blut sinkt. Amprenavir wird in Kombination mit anderen HIV- Präparaten eingesetzt. Damit kann man verhindern, dass die Viren gegen eines der Medikamente resistent werden.
Wechselwirkungen Amprenavir geht mit etlichen Medikamenten Wechselwirkungen ein, unter anderem mit dem Stimmungsaufheller Johanniskraut oder hormonellen Verhütungsmitteln. Da die Behandlung der HIV-Infektion immer wichtiger ist als andere Therapien, muss bei Bedarf das andere Medikament in seiner Dosis korrigiert, ausgewechselt oder abgesetzt werden.
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich. Ist die Anwendung des Medikaments während der Stillzeit unvermeidlich, sollten Sie abstillen bzw. sich von Ihrem Arzt über mögliche Risiken aufklären lassen.
Anwendungsgebiet
  • HIV-Infektionen und AIDS
Eignung
  • Kinder unter vier Jahren
  • Leber- und Gallenwegserkrankung
Warnhinweis
  • Herzmedikamente mit herzwirksamen Glykosiden können durch Störungen im Mineralstoffhaushalt (Kaliummangel) oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten schnell zu stark wirken (Lebensgefahr!). Deshalb sollten Sie bei Auftreten folgender Nebenwirkungen sofort den Arzt aufsuchen: Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen (Farbensehen), Halluzinationen, Herzrhythmusstörungen.
  • Das Medikament führt bei längerer Anwendung und in Dosierungen, die dünne Stühle verursachen zu hohen Kaliumverlusten. Ein Kaliummangel wiederum führt erneut zur Verstopfung und auf Dauer zur chronischen Darmträgheit. Um diesen Teufelskreis zu unterbinden, darf das Medikament nicht länger als ein bis zwei Wochen angewendet werden. Durch Abführmittel wird der Darm stärker enleert als beim natürlichen Stuhlgang. Daher wird die Zeit bis zur nächsten Darmentleerung länger dauern als gewöhnlich.
Packungsgröße
  • 480 Weichkps. (N3) 50 mg
  • 2 x 240 Weichkps. (N3) 150 mg
Nebenwirkungen
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschläge
  • Blutbildveränderungen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Zittern
  • Gefühlsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Depressive Verstimmung
  • Verdauungsstörungen
  • Muskelschwäche (Selten)
  • Muskelschmerzen (Selten)
  • Fettverteilungsstörungen und Veränderungen der Blutfettwerte (Selten)