Adrimedac® Injektionslösung

Wirkstoff Doxorubicin
Hersteller Pharmachemie B.V.
apothekenpflichtig Rezeptpflichtig
Auswirkungen Der Wirkstoff Doxorubicin zählt zu den Anthrazyklinen. Das sind Antibiotika mit zytostatischen Eigenschaften, das heißt sie blockieren die Zellteilung.
Wechselwirkungen Die Kombination von Doxorubicin mit folgenden Substanzen kann zu Wechselwirkungen führen:
Hinweis für Schwangere Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf das Medikament nicht eingenommen werden.
Anwendungsgebiet
  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • best. Form von Lungenkrebs (kleinzelliges Bronchialkarzinom)
  • Magenkrebs (Magenkarzinom)
  • Harnblasenkarzinom
  • Weichteilsarkom
  • verschiedene Formen von Knochenkrebs (Osteosarkom, Ewing-Sarkom)
  • Lymphdrüsenkrebs (Hodgkin-/Non-Hodgkin-Lymphom)
  • verschiedene Formen von Blutkrebs (lymphatische/myeloische Leukämie)
  • best. Form von Nierenkrebs (Wilms-Tumor = Nephroblastom)
  • Tumor des Nervengewebes (Neuroblastom)
Eignung
  • Überempfindlichkeit gegen Doxorubicin, sonstige Inhaltsstoffe oder andere Anthrazykline
  • ausgeprägte Störung der Blutbildung im Knochenmark (Knochenmarkdepression
Warnhinweis
  • Doxorubicin wirkt erbgutschädigend. Frauen sollten daher während und bis zu sechs Monate nach der Therapie nicht schwanger werden, Männer im selben Zeitraum kein Kind zeugen. Zudem sollten männliche Patienten im Vorfeld der Behandlung eine Spermaprobe für eine spätere Vaterschaft einfrieren lassen (Spermakonservierung).
  • Vorsicht bei vorangegangener, gleichzeitiger oder geplanter Strahlungstherapie (deren Nebenwirkungen können durch Doxorubicin verstärkt werden).
  • Eine vorangegangene Bestrahlung des mittleren Brustraumbereiches steigert die herzschädigende Wirkung von Doxorubicin.
  • Doxorubicin erhöht das Risiko von Lokalreaktionen an bestrahlten Körperstellen.
  • Kontakt mit Polio-Impflingen vermeiden.
  • Keine aktive Impfung im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxorubicin-Therapie.
Packungsgröße
  • 50 Tbl.
Nebenwirkungen
  • Blutbildungsstörungen (wie Leukopenie, Neutropenie, Anämie), Blutungen, Infektionen
  • Herzschädigung (wie Veränderungen im EKG, Rhythmusstörungen